Ohne Angst authentisch sein

Welches Geräusch macht eine Kuh? Genau. Welches Geräusch macht ein Frosch? Richtig. Und welches ein Schaf? Korrekt.

 

Was hat das denn bitte mit demThema zu tun!?

 

Keines dieser Tiere kommt jemals auf die Idee, den Ruf des jeweils anderen Tiers nachzuahmen. Dies machen sich lediglich die Menschen zu eigen. Ob das gut oder schlecht ist, darüber urteile ich nicht. In diesem Artikel geht es lediglich darum, dir mehr Mut zu deinem authentischen ICH zu geben. Also legen wir los.

Die reinste form

Wenn wir geboren werden, so kommen wir in unserer reinsten Form auf diese Welt....nackt, zahnlos und laut schreiend. Wir erkunden die Welt, werden größer, lernen zu sprechen und zu laufen aber vorallem macht sich kein Kind Gedanken darüber, ob es sich jetzt gerade zu laut freut. Das passiert erst dann, wenn die sogenannte "Erziehung" einsetzt. "Sei nicht so laut!", "Schrei nicht so rum!", "Das macht man nicht!", usw.

 

Dabei meine ich nicht, dass Kinder völlig antiautoritär erzogen werden sollen. Kinder brauchen Grenzen, an denen sie sich orientieren können. Der Unterschied liegt nur darin, ob Eltern ihre Kinder zu deren wohl erziehen oder um in der Öffentlichkeit nicht negativ aufzufallen.

 

Aber nun genug von Erziehung. Kommen wir zum Kern des Themas.

Was genau heißt Authentizität? Authentizität bedeutet kurz und knackig, "als Original empfunden werden" und genau das sind wir auch. Jeder für sich ist ein Original! Doch nur sehr wenige Menschen sind sich dessen auch bewusst. Da uns an jeder Ecke gesagt wird, wie wir am besten zu sein haben, wie wir es am besten umzusetzen haben und wie es am besten funktioniert, sind wir schnell überfordert. Bei dem Versuch diesen vermeintlichen Anforderungen gerecht zu werden, bewegen wir uns zeitweise weit außerhalb unseres eigenen ICHs. Wir leben also nach den Vorgaben eines Anderen und verlieren damit unsere Originalität.

die sache mit dem dating

Und das Ergebnis daraus? Wir fühlen uns unsicher, fremd und nicht richtig. Auf andere kann es sogar leicht lächerlich wirken, da wir in diesem Zustand "ver-rückt" sind, also nicht bei uns. Machen wir es an einem Beispiel noch konkreter:

 

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Sarah ist eine junge Frau, die auf der Suche nach der großen Liebe ist. In ihrer Haut als Singlefrau ist ihr sehr unwohl. Sie fühlt sich einsam, ohne einen Partner an ihrer Seite irgendwie unvollständig und ist permanent auf der Suche, wie sie denn am besten wäre.

Auf der Straße wird sie nicht angesprochen und auf den verschiedenen Datingapps, auf denen sie angemeldet ist, hat sie in ihrem Profil ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie keine One-Night-Stands und keine Freundschaft+ möchte. Außerdem sollte es kein Alkoholiker und Weiberheld sein. Also ein ganz klares Statement, was sie nicht möchte.

 

Wenn sie dann mal bei einem Date ist, so kommt sehr selten eine wirkliche Verbindung zu Stande, weshalb die Treffen meist so ablaufen, dass sie sich unwohl fühlt aber auf taffe Frau macht, die Typen nur von sich erzählen und prahlen, wie toll sie sind. Nach den Dates fühlt sich Sarah noch deprimierter, das sie das Gefühl hat, nicht interessant zu sein und dass der richtige Mann wohl einfach nicht existiert.

 

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Wie geht es besser?

Auf diesem Wege wird Sarah nur sehr schwer oder gar nie eine passende Verbindung zu einem anderen Herzen finden. Wieso wird sie zum Beispiel nicht angesprochen. Nun, das was wir denken, strahlen wir aus. Fühlen wir uns klein und unbedeutend, so werden wir mit gesenktem Kopf und trauriger oder sogar ernster Miene durch die Stadt laufen. Würdest du so jemanden ansprechen?

 

Auf den Datingapps beschreibt Sarah ebenfalls alles das, was sie nicht möchte. Sie legt also ihren Fokus auf die Vermeidung anstatt den potentiellen Verehren Hinweise auf Vorlieben, Hobbies und Interessen zu bieten, an denen diese anknüpfen können. Außerdem zeigt sich dabei, dass sie wohl ein gebranntes Kind ist und großen Ballast mitbringt. Würdest du dir diesen freiwillig aufladen?

 

Dass auf den Dates keine tiefgründigen Gespräche zustande kommen, kann nun daran liegen, dass A) alle potentiell guten Typen durch ihre negative Profilbeschreibung niemals auf ihrem Bildschirm erschienen sind und B) sie durch ihre unsichere Art unnahbar wirkt, weshalb ihr Gegenüber sich selbst nicht öffnet oder ein Egozentriker ist.

Was ist nun die Lösung?

Für Sarah gibt es nur einen Weg. Sie muss raus aus der Bedürftigkeit nach einer Beziehung und darf erstmal die Beziehung zu sich selbst stärken. Denn das haben wir leider oftmals verlernt. Wir lenken uns bei schlechten Gefühlen ab, verdrängen sie, indem wir dem Konsum verfallen, der uns kruzzeitig ein schönes Gefühl bereitet.

 

Doch das lindert nur die Symptome und beseitigt nicht die Ursache. Lerne dich also selbst kennen. Lerne dich selbst zu schätzen, indem du dir bewusst wirst, was dich ausmacht. Was macht dich zum Original? Was ist einzigartig und dein ganz persönliches Alleinstellungsmerkmal.

 

Außerdem solltest du alte Blockaden auflösen. Diese könnten zum Beispiel unterbewusste Sätze sein, wie:"Ich bin nicht gut genug!", "Ich muss perfekt sein!", oder "Ich muss es allen recht machen!". Diese Glaubenssätze zu finden ist echte Arbeit und allein sehr langwierig umsetzbar. Hierbei empfiehlt sich die Unterstützung eines Coaches, der sich damit genau auskennt, um keine Zeit mehr mit derewigen Suche zu vergeuden, sondern endlich loszulegen.

 

Dein Pierre